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Lebendiges Futter ja  - komplette Rohfütterung neingesundheit-essen
Da ca. 70 % aller Krankheiten unter Beteiligung einer nicht artgerechten Ernährung entstehen, kommt diesem Kapitel eine erhebliche Bedeutung zu. Wildtiere fressen natürlich alles im rohen, unbehandelten Zustand. Sie fressen auch nicht nur reines Muskelfleisch. Im Gegenteil - sie fressen von allem. Selbst den Innhalt von Magen und Darm, Haut, Knochen und Innereien etc. Dabei gedeihen sie prächtig. In der Natur finden Sie fast nie ein Tier, das beispielsweise Zahnstein hat.

Nun wäre es einfach, diese rohe Ernährung auf unsere domestizierten Hunde und Katzen zu übertragen. Leider funktioniert dies nur bedingt. Das sogenannte Barfen ist oft ein guter Schritt in die richtige Richtung. Nach meiner täglichen Erfahrung bei kranken Tieren stelle ich fest, dass die meisten diese Rohfütterung nicht so ohne weiteres vertragen. Labormessungen mittels eines sogenannten Barfprofils ergaben bei fast allen untersuchten Tieren Mangelerscheinungen an Spurenelementen wie Kupfer, Jod und Vitaminen. Dies liegt oft an einer fehlerhaften Resorptionsleistung des Darms aufgrund einer Bauchspeicheldrüsendysfunktion. Dieses Organ produziert dann meist nicht genügend Verdauungsenzyme.

Eine Fütterung, die der Natur so nahe kommt wie möglich, aber etwas schonender auf den Darm und seine Anhangsorgane wirkt, ist für unsere Haustiere besser geeignet.


Zusatzstoffe im Tierfutter
Einer vollwertigen Kost ist natürlich nichts Künstliches beigemengt. Betrachten Sie nun einmal die meisten herkömmlichen Tierfutter. Diese sind fast immer mit Konservierungsstoffen, Farbstoffen, Geruchsverstärkern, Geschmacksverstärkern und  Appetitanregern versehen. Die Tiere werden davon regelrecht abhängig. Besonders bei Katzen ist dies in der Praxis täglich feststellbar.
Die Folge davon sind  Gärungs- und Fäulnisprozesse im Darm. Dadurch kommt es zu Störungen der Abwehr und zur Übersäuerung im Körper. Zudem erzeugen  Gärungsprozesse Alkohol, der die Leber belastet.


Krankheit als Reaktion des Körpers
Da der Körper unglaublich viel Energie zur Verfügung hat, kann er lange Zeit diese Stoffwechselentgleisungen ohne große Krankheitssymptome ausgleichen. Aber wenn dies nicht mehr ausreicht, fängt der Körper an sich mit seinen ihm zur verfügung stehenden Möglichkeiten selbst gesund zu machen.

Dies bedeutet beispielsweise:
Erbrechen, Magenreizungen, Unwohlsein, Durchfall, Stuhlabsatzstörungen, etc. Jetzt sind wir im Sinne des herkömmlichen naturwissenschaftlichen Denkens "krank".
Schafft der Tierkörper es nicht, mit seinen eigenen Reinigungsaktivitäten die angesammelten Giftstoffe auszuscheiden, muss er sie irgendwo ablagern. Dies geschieht  meistens zuerst in der Haut.

Welche Folgen hat das?
Das Röhrensystem (Blut, Lymphe, Nerven etc.) wird mit diesen Abfallstoffen im Hautbereich verstopft. Es kann weniger Sauerstoff zugeführt werden und Schlacken können nicht abtransportiert werden. Dadurch entzündet sich die Haut, sie degeneriert und zusätzlich können viele Hautreaktionen auftreten. Meist sind dies Allergien, Hautentzündungen, Akne, Fellstoffwechsel-störungen mit Haarausfall, usw.


Die Zusammenhänge verstehen
Eine Hautkrankheit hat in diesem Beispiel ihren Ursprung in falschen Ernährungs- bzw. Fütterungsgewohnheiten.
Diese Zusammenhänge sind sehr wichtig und Sie sollten sie wirklich verstanden haben. Jedes Krankheitssignal sollte von Ihnen hinterfragt werden: Was will es mir sagen? Welche Art von Reinigungsprozess unternimmt der Körper gerade und was könnte dafür die Ursache sein?
Dabei ist es gerade bei Tieren relativ einfach, diese gesund zu erhalten. Ca. 10 % der Tierkrankheiten sind mit erblicher Schwäche verbunden, aber 90 % sind leicht vermeidbar.


Natürliche Kohlehydratquellen
Die Ernährungsbedürfnisse von Tieren sind wie die von primitiven Menschen. Hunde und Katzen haben ein einfaches Verdauungssystem, das nicht so kompliziert ist wie beispielsweise bei Pferden oder Kühen oder beim Menschen. Die Ansprüche sind einfach und es müssen nur natürliche Bedingungen für eine gute Gesundheit aufrechterhalten werden.
Hunde und Katzen sind Eiweißverdauer. Es ist mittlerweile allerdings bewiesen, dass auch Hunde und Katzen mit mäßigen Mengen Fleisch und einer Vielfalt an Gemüse, Früchten, Getreide und einigen Milchprodukten gefüttert werden können.
Natürliche Kohlehydratquellen wie Kürbis, Mais, Kartoffeln, Karotten, Bohnen Getreide, süße Früchte, Erbsen sind ausgezeichnete Lebensmittel für Hund und Katze. Sie lernen es, diese mit großem Genuss zu fressen. Das ist völlig ungefährlich. Ihr Verdauungssystem kann diese Lebensmittel gut verdauen. Sie haben zwar keine Speichelenzyme (Speichelamylase), dafür aber reichlich Bauchspeicheldrüsenamylase. Diese wandelt die Stärke in Blutzucker um. Und dies ist der Brennstoff, den die Zellen als einzigen Brennstoff akzeptieren.
Die kommerziellen Tierfutter enthalten meist Melasse und langkettige Zucker. Das sind allerdings raffinierte, unnatürliche Kohlenhydrate, denen während des Herstellungsprozesses Mineralstoffe und Vitamine entzogen wurden. Zudem enthalten sie oft Konservierungsstoffe und künstliche Farb- und Geschmackstoffe. Dazu sind sie oft noch mit Bleichmitteln wie beispielsweise Schwefeldioxyd behandelt worden. All dies führt in Folge zu den beschriebenen Fäulnis- und Gärungsprozessen.


Vollwertige Ernährung
Die übermäßige Fütterung mit diesen schwerverdaulichen syntethischen Kohlenhydraten ist eng mit der Entwicklung von katarrhalischen Symptomen verbunden wie Erkältungen, Durchfällen und Diabetes (Zuckerkrankheit).

Je häufiger ein bestimmtes Lebensmittel verzehrt wird, desto größer wird die Fähigkeit des Körpers, es zu verdauen. Es sollte allerdings immer vollwertig sein. Mit Vollkornbrot beispielsweise kann ein Hund recht lange auskommen. Es enthält seinen ganzen Reichtum an Mineralstoffen und Vitaminen. Er kann aber nicht lange mit Weißbrot und Wasser oder Zucker und Wasser überleben.


Eiweißhaltige Nahrungsmittel
Eiweißnahrungsmittel sind Hüttenkäse, Käse, Nüsse, Fleisch, Eier, Bohnen, Erbsen und auch Getreide. Hunde und Katzen können alles davon fressen.
Eiweiß wird hauptsächlich für Wiederherstellung, Wachstum und Aufbau von neuem Gewebe  benötigt, während Kohlenhydrate und Fett hauptsächlich für die Erzeugung von Wärme und Energie direkt genutzt werden. Blattreiches Gemüse, Salate und saftige Früchte werden wegen ihrer wertvollen Mineralsalze und Vitamine, ihrem Zellwasser und der Faserstoffe, die wichtig für die Darmtätigkeit sind, gefressen. Die zuletzt genannten Lebensmittel sind für den Körperhaushalt von viel größerem Wert als Eiweiß und Stärke, da sie für den Aufbau von neuem Gewebe, für die Bildung von Körpersekreten und für die Aufrechterhaltung des normalen Blut-Säure/Basen-Wertes gebraucht werden. Können grüne Blätter aufgespalten werden, werden dem Körper sehr viele Eiweiße zugänglich. Als Beispiel sei die Kuh erwähnt, die über die Fähigkeit des Wiederkäuens und über ihr kompliziertes Magensystem in der Lage ist, Grünes komplett aufzuspalten. So kann sie unglaublich viel Muskelmasse aus Gräsern entwickeln.

Wird Katzen und Hunden zu viel Eiweiß angeboten, führt dies zu großen Belastungen. Tierisches Eiweiß beinhaltet viele stickstoffhaltige Verbindungen, die über längere Zeit gegeben zu erheblichen Krankheitsbelastungen führen können.

 

Vet-Concept
Tips zur richtigen Ernährung
Da es nicht einfach ist, für Katzen und Hunde selbst eine gut verdauliche, vitalstoffreiche Mahlzeit jeden Tag neu zuzubereiten, sind die meisten Menschen dazu übergegangen Fertigprodukte zu kaufen. Dies ist ein Dilemma.
Die Frage, was nun gefüttert werden soll, beschäftigt jeden biologisch arbeitenden Tierarzt ganz besonders intensiv.
Der Futtermittelmarkt ist riesig und die Auswahl eines geeigneten Futters wird immer schwieriger.
In der Praxis und auch privat  setzten wir die Futterprodukte der Firma Vet-Concept ein. Die Produkte werden  von den Tieren erstaunlich gut verwertet. Die bei kranken Tieren eventuell nötigen Zusatzversorgungen bespreche ich im Rahmen der Erstellung eines Therapieplans mit Ihnen persönlich.


Schlussbemerkung
Grundsätzlich möchte ich hier noch einmal betonen, dass die oben erwähnten Fakten  nicht alle Kriterien einer richtigen Ernährung für Hund und Katze sind. Vitamine, Fette, organische Mineralien etc. sind ebenfalls wichtig und sollten immer in vollwertigem Zustand gegeben werden.


Grundsätzlich gilt:
Kein einziger Nahrungsmittelbestandteil ist im Körper von sich aus von größerer Bedeutung als ein anderer. Nur durch die Verbindung aller notwendigen Nährstoffe kann ein vollwertiges Leben erreicht werden. Die Ernährung wird durch das schwächste Glied in der Kette der erreichbaren Nährstoffe eingeschränkt.
Sehen Sie bei jeder Krankheit, besonders bei chronischen Verläufen immer diese Zusammenhänge absolut im Vordergrund. Jede Behandlung muss hier ihren Anfang nehmen. Falls weitere Fragen vorhanden sind, können Sie mich gerne telefonisch oder per Email kontaktieren. Wir finden sicher zusammen eine gute Lösung für das Problem Ihres Tieres.

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