Gesundheitsvorsorge

1. Impfung

2. Entwurmung

3. Zeckenprophylaxe

4. Reiseprofil

 

1. Impfung

Das Thema Impfung hat sich besonders in den letzten Jahren zu einem sehr konträr diskutierten Thema sowohl in der Fachwelt als auch beim Verbraucher entwickelt und kann definitiv nicht pauschal beantwortet werden. Sowohl Impfbefürworter als auch Impfgegner bringen wichtige und ernst zu nehmende Argumente ein. Die Entscheidung für oder gegen eine Impfung kann deshalb immer nur im Einzelfall unter Betrachtung des Gesamtbildes entschieden werden. Für ein junges gesundes Tier ist eine Impfung meist zu rechtfertigen während die gleiche Impfung bei einem kranken und vielfältig vorbelasteten Tier unter Umständen eine Verschlimmerung des Krankheitsbildes hervorrufen kann.
Eine Garantie für eine komplikationslose Impfung kann Ihnen kein Tierarzt geben!

Wie immer im Leben ist das Polarisieren mit Vorsicht zu betrachten, da ein Pol auch immer nur einen Teilaspekt des Ganzen abdeckt und gleichzeitig vieles ausschließt. Daher ist es für mich als ganzheitlich und biologisch arbeitender Tierarzt wichtig, das Für und Wider im Einzelfall genau mit Ihnen als Tierhalter zu besprechen und dann zu einer gemeinsamen Entscheidung zu kommen. Ich werde Sie nach bestem Wissen und Gewissen beraten und Ihnen eine Empfehlung geben. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass an erster Stelle der Vorsorge eine gute biologische Gesundheitsvorsorge steht. Diese erzeugt auf völlig natürliche Weise ein stabiles Immunsystem. Die Darmgesundheit spielt hier eine sehr wichtige Rolle, da zu 70 % sämtliche Abwehrorgane an den Darm assoziiert sind.

In meiner Tierarztpraxis werden Impfungen nach folgenden Kriterien durchgeführt:

  • Geimpft werden nur vollständig gesunde Tiere.
  • Die Erstimpfung sollte bei Katzen und Hunden frühestens ab der 12. Lebenswoche durchgeführt werden. Diese wird dann nach 4 Wochen und nach 1 Jahr aufgefrischt. Wird vor der 12. Lebenswoche geimpft, stört dies die Entwicklung eines gesunden Abwehrsystems erheblich. Die bereits mit der Muttermilch aufgenommenen Impf-Antikörper blockieren im Rahmen einer zu frühen Impfung zudem die Neuentwicklung von eigenen Impf-Antikörpern.                Nach der Erstimpfung sollte die Tollwutimpfung erst nach weiteren 8 Wochen durchgeführt werden. Die Tollwutimpfung ist bei Auslandsreisen gesetzlich vorgeschrieben und ermöglicht Ihnen die reibungslose Mitnahme Ihres Tieres in andere Länder. Mittlerweile gibt es Tollwutimpfstoffe, die über 3 Jahre wirksam sind. Selbstverständlich verwende ich ausschließlich diese Impfstoffe. Das reduziert die Impfbelastung erheblich.                                                          Die genauen Einreisebestimmungen für das jeweilige Land Ihrer Wahl kläre ich gerne mit Ihnen individuell.
  • Es wird grundsätzlich nur mit einer parallel zur Impfung durchgeführten homöopathischen Vorsorgebehandlung geimpft. Jedes Tier erhält zusätzlich zur Impfung zwei homöopathische Arzneien, die in erheblichem Maße die Nebenwirkungen und Impfblockaden reduzieren bzw. verhindern können.
  • Wiederholungsimpfungen werden nach erfolgter Grundimmunisierung je nach Situation und Disposition des Tieres mit den Besitzern abgesprochen. Auf Ihren Wunsch hin führen wir vor einer Wiederholungsimpfung sowohl bei Hunden als auch bei Katzen einen speziellen Test zur Ermittlung der Impfantikörper im Blut des Patienten durch. Sind diese in genügender Konzentration vorhanden, muss nicht nachgeimpft werden.
  • Kranke Tiere impfe ich nicht. Stattdessen empfehle ich eine Immunsteigerung. Diese wird 2 x jährlich per Injektion durchgeführt. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Paramunisierung. Diese nebenwirkungsfreie Maßnahme steigert das zelluläre humorale Abwehrsystem unspezifisch und hat so einen gewissen Vorsorgeeffekt.

Bitte bringen Sie zum Impftermin immer den Impfpass Ihres Tieres mit.

 

2. Entwurmung

Die halbjährliche Entwurmung gesunder Tiere ist eine wichtige Gesundheitsprophylaxe. Das Wort „Entwurmung“ suggeriert, dass mit dieser Maßnahme eine hundertprozentige Freiheit von Wurmparasiten erreicht werden kann. Dies ist leider nicht möglich. Die Wurmkur tötet auf jeden Fall zum aktuellen Zeitpunkt die vorhandenen Würmer ab. Da aber gerade Hunde gerne bei Ihrem Gassi alles beschnuppern und belecken ist eine Re-Infektion sehr schnell wahrscheinlich. Zudem können durch Flohstiche Bandwürmer übertragen werden. Zusammenfassend müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass ein gewisser Wurmbefall fast immer vorhanden sein kann.

Bei gesundheitlich vorbelasteten Tieren empfehle ich regelmäßige Kotuntersuchungen, um den Gesundheitszustand durch eine Prophylaxe nicht zu strapazieren. Die Kotprobe können Sie jederzeit in die Praxis bringen. Wir analysieren die Probe dann sofort. Am besten eignen sich Kotproben, die Sie über 3 Tage gesammelt haben. Sollte das Ergebnis einer Kotprobe negativ sein, können wir davon ausgehen, dass keine Würmer bzw. nur wenige da sind und auf eine Entwurmung verzichten.

Aus hygienischen Gründen sollten Sie besonders Kinder über die immer mögliche Übertragung von Endoparasiten informieren. Hände waschen nach Kontakt mit Tieren sollte selbstverständlich sein.

Sollten Sie zu diesem Thema noch weitere Informationen benötigen, berate ich Sie gerne speziell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

 

3. Zeckenprophylaxe

Bedingt durch die starke Zunahme toxischer Belastungen in der Umwelt und die Klimaerwärmung kommt es fast jedes Jahr zu einer Verstärkung der Zecken- und Flohbelastung. Zecken können bei Mensch und Tier Krankheiten übertragen, die gefährlich sind. Eine Vorsorge ist hier sehr wichtig.

Wie schon im Kapitel über die Impfungen erwähnt, ist auch hier keine hundertprozentige Sicherheit durch die Vorsorge möglich.

Es gibt allopathisch wirkende Mittel gegen Flöhe und Zecken, die im Nackenbereich aufgetragen werden. Die Wirkstoffe wirken meist zuverlässig und können so einen aktuellen Befall durch Flöhe und Zecken bzw. eine Zeckenbissentzündung verhindern. Diese Mittel können jedoch Nebenwirkungen entwickeln. Deshalb sollten sie nur bei ganz gesunden Tieren zur Anwendung kommen.
Besonders bei Patienten mit Hautfunktionsstörungen, Allergien und / oder Leberproblemen ist Vorsicht geboten.

Alternativ zu dieser Vorsorge gibt es auch die Möglichkeit, die Ansteckungs- und Bissgefahr über eine homöopathische Nosodentherapie einzuschränken. Ich empfehle hier die Anwendung 2 x jährlich in Form einer Doppelgabe der jeweils nötigen homöopathischen Mittel.

Generell weise ich darauf hin, dass Gesundheit in erster Linie auf der Einhaltung der im Kapitel „Gesundheit“ aufgeführten Punkte basiert. Ein gesunder Körper hat in der Regel keine großen Probleme mit Zecken und Flöhen. Wenn das Immunsystem kräftig ist, haben Ekto- und Endoparasiten kaum eine Chance Krankheiten auszulösen.

Sollte Ihr Tier doch einmal einen Zeckenbefall erleiden, kommen Sie bitte sofort in die Praxis. Ich unterspritze die Bissstelle dann mit einem speziellen biologischen Medikament. Damit ist fast immer eine weiterführende Erkrankung wie beispielsweise Borreliose vermeidbar.

 

4. Reiseprofil

Da immer mehr Hunde aus den Mittelmeerländern oder aus Osteuropa zu uns nach Deutschland gebracht werden, sind leider auch viele Erkrankungen bei uns heimisch geworden, die es früher in unserer Gegend nicht gab. Beispielsweise möchte ich hier die Babesiose, die Herzwurmerkrankung ( Dirofilariose ), die Ehrlicheriose, Anaplasmose, Leishmaniose und die Hepatozoonose erwähnen. Diese Erkrankungen stellen für die betroffenen Tiere eine große Belastung dar und führen bei Ausbruch der Erkrankung zu großem Leid. Manche Erkrankungen können auch auf den Menschen übertragen werden. Deshalb empfehle ich Ihnen nach Übernahme eines Tieres aus dem Ausland die sofortige Untersuchung. Ich nehme eine Blutprobe ab und sende sie in ein Speziallabor zur Abklärung. Die Testergebnisse helfen uns, den individuellen Belastungsstatus Ihres Tierfreundes einzuschätzen und bei Bedarf zu behandeln. Bei leicht positiven Befunden kann mit biologischen Methoden eine unspezifische Steigerung des Immunsystems erreicht werden. Dies erfolgt ohne Nebenwirkungen.

 

Gerne stimme ich mit Ihnen die optimale Gesundheitsvorsorge für Ihr Tier ab.

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