Der Organismus heilt sich im Schlaf selbst

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Ruhe und Schlaf werden oft als Heilmittel bezeichnet. Sie sind aber keine Heilmittel, sondern Körperzustände, die den Selbstheilungsprozess des Organismus sehr positiv und wohlwollend unterstützen.
Es gibt zwei wichtige Phasen, die die Heilwirksamkeit des Schlafes ausmachen:

  1. Die Ruhe vor dem eigentlichen Schlaf.
  2. Das Herabsinken vieler Körperfunktionen auf ein Minimum während des Schlafens.

Gerade das kranke Tier braucht viel Ruhe und Schlaf für die Genesung, um giftige Abfallprodukte zu entfernen oder verlorene Energie zu "tanken".


Die Vorteile des Schlafes

  1. Regenerierung der Energie
  2. Die Leber und viele Körperzellen werden mit neuen Energiespeichermolekühlen (Brennstoff, Glycogen) versehen.
  3. Alte Zellen werden abgebaut und durch neue ersetzt (die Vermehrung der Zellen während des Schlafes vollzieht sich in einem Verhältnis, das zweimal höher liegt als während des Wachseins).
  4. Insgesamt wird während des Schlafes viel mehr Abfall aus dem Körper entfernt als zu Zeiten der Ruhe oder Aktivität.

Der Reinigungsprozess während des Schlafes
Selbstverständlich produziert der Körper auch während des Schlafes viel weniger Abfallprodukte und er benötigt auch generell viel weniger Energie als im Wachzustand. Durch diese Vorgänge kommt es auch im Blut zu einem sehr wichtigen Reinigungsprozess.
Auf Grund der falschen Ernährung kommt es bei vielen Tieren und Menschen zur Blutübersäuerung. Schlaf reinigt das Blut und macht es insgesamt wieder mehr basisch. Ein ausgeglichenes Verhältnis der Säuren und Basen im Blut und in den Geweben ist eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für Gesundung bzw. Erhaltung derselben.


Tiere benötigen regelmäßige Erholungsphasen
Ein müdes Tier kann sich sicher nicht unter dem Lärm und der schlechten Luft des hastenden Stadtverkehrs erholen. Deshalb sollte zumindest nachts ein ruhiger Platz zur Verfügung stehen. Tiere wissen instinktiv, dass sie keine unerschöpfliche Lebensenergie haben und regelmäßige Erholungsphasen benötigen. Wenn sie erschöpft sind, suchen sie Ruhe und Schlaf. Nicht nur nachts, sondern auch tagsüber. Nachtaktive Tiere, die nachts jagen, schlafen dafür tagsüber.
Der Schlaf ist, einfach ausgesprochen, für die Tiere natürlich und funktionell wichtig. Dies wird vor allem bei Schlafmangel erkennbar. Es wurden Versuche mit Saugwelpen durchgeführt, die am Schlafen gehindert wurden. Sie starben schneller als durch Nahrungsentzug. Auch bei Arbeitshunden wird dies deutlich. Werden sie ohne Ruhephasen ständig angetrieben, so sind sie viel anfälliger gegen Krankheiten. Auch die Lebenserwartung sinkt dadurch ganz erheblich.
Auch das Studium der Verhaltensgewohnheiten wilder Fleischfresser ( Löwe, Tiger ) ist hier sehr interessant. Wenn diese Tiere eine Mahlzeit zu sich genommen haben, schlafen sie für den Rest des Tages und den folgenden Tag, außer in Fresspausen. Meist nach 4 Tagen beginnt dann wieder die Jagd nach frischer Beute. Wenn es sein muss, hetzen sie dabei bis zum Äußersten ihrer Kräfte. Trotz der sehr großen Ruhe- und Schlafphasen bleiben bei diesen Tieren die Muskeln kräftig und sie werden sehr alt.


Schlussbemerkung
Ich lade Sie herzlich dazu ein, diese Informationen über den Schlaf sehr bewusst einzusetzen.  Sie entscheiden damit grundsätzlich mit, ob Ihr Tier eher gesund oder krank ist.

Während viele Menschen spät schlafen gehen, tanken die Tiere durch den Schlaf während der Nachtstunden Energie. Morgens sind sie sofort hellwach. Sie sind richtige Lebenskünstler.

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